Anne Kampschulte
Gespräche mit Steinen ...
... eine Form, mit dem Leben, mit der Natur zu kommunizieren, mit seinem Innen und Außen.
... eine Form der Antwort auf die menschliche Unruhe die Geheimnisse der Existenz zu verstehen und einen Ort in der großen Komposition des Lebens zu finden.
Anne Kampschulte lebt seit 1992 in der Provinz Almería. Seitdem arbeitet sie als Steinbildhauerin und hat ihre Technik im Zusammenspiel von traditioneller Handarbeit und maschineller Bearbeitung kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Verbundenheit mit dem Stein ist das Fundament für den künstlerischen Ausdruck der Bildhauerin. Im Dialog mit diesem Material öffnet sich der Weg in seine Welt. Zu denken wie der Stein und seinen Charakter zu respektieren gehen Hand in Hand mit der direkten Bearbeitung und gipfeln in Harmonie mit seiner Natur. In jedem Moment ist diese Technik Gestaltung und lässt die Freiheit, neue Ideen einzufügen, die aus demselben Prozess herrühren.
Schwarze Fruchtbarkeit, 2008
(Marmor Negro Marquina)
"Die einfach erscheinende Form verbirgt oft das tiefste Geheimnis."
Wüstenwürfel
Fruchtbarkeit
Form und Struktur
als Spiegel der Zeit;
Wachstum
als schöpferisches Lebensprinzip.
Skulptur als Ausdrucksform
von Zeit und Raum.
Payasa, 2008
(Petit Granit)
Payasa
Die Clownin
Natur und Skulptur stehen in den Arbeiten von Anne Kampschulte in engster Verknüpfung. In den jüngsten Arbeiten wird das in der Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderung/Wachstum deutlich; es gibt viele Bezüge zum Leben in der Wüste.
"Ideen werden geboren, wenn die Sinne sich in alle Richtungen öffnen: Wie Luft fliegen sie, mit dem Wind kommen und gehen sie, sie erscheinen und verstecken sich wieder. Der Wille, eine Alternative des Friedens in dieser kriegerischen Welt zu erschaffen ist die unablässige Motivation, neues Leben durch Formen zu geben, immer nah dem Menschlichen und der Natur."
Torox, 2008
(Petit Granit)
Kontraste
Gestapelt
Wiederum kommuniziert die Bildhauerin mit dem Material Stein in Form- und Strukturgebung : Raue und geschmeidig weiche Oberflächen begegnen sich. Die Spuren der Schnitte im Stein kontrastieren mit den geschliffenen oder polierten Oberflächen.
Während sich in den nach oben wachsenden Formen das männliche Prinzip widerspiegelt, breitet sich das weibliche Prinzip kontrastierend in rund geformten Steinkörpern aus, die sich wie Sterne oder Lamellen ausdehnen. Immer wieder kommt die Seelenverwandtschaft der beiden Prinzipien durch Verwebung von harter und weicher Form zum Tragen.
Alcabaza I, 2007
(Mármol Blanco Carrara)
Alcabaza I
"... wenn ich mich an meinen ersten Versuche erinnere, ein Stück weißen Marmors zu bearbeiten… Ich fühle noch diese Herausforderung, auch nur kleinste Fragmente Stein zu entfernen, um meiner Idee Form zu geben. Sofort kam ich an meine Grenzen, aber ich genoss es wie ein Kind. An den Grenzen finden sich neue Wege."


